Diamanten – ihre Geschichte

Vor etwa 2-3 Milliarden Jahren wurde kohlenstoffhaltiges Gestein etwa 100 Meilen unter der Erdoberfläche unter enormen Druck gesetzt und auf 2200 Grad Celsius erhitzt. Die Kohlenstoffatome wurden gezwungen, sich in einer kristallinen Struktur neu anzuordnen und wurden zu Diamanten. Verschiedene Elemente fanden ihren Weg in diese neuen Formen des Kohlenstoffs und erschufen die verschiedenen heute bekannten Varianten: rosa, rubinrot, gelb und blau. Alle Diamanten wurden in geschmolzenem Gestein an die Oberfläche transportiert. Minen wurden in der Nähe der Kimberlitstrukturen gegraben, aus denen die Diamanten entstanden sind.

Die edlen Steine wurden erstmals in Indien abgebaut. Das Sanskritwort für Diamant ist Vajra, was Donnerkeil bedeutet, und Indrayudha, was Indras Waffe bedeutet. Die Hindus glaubten, dass Diamanten die Macht der Indra darstellen und legten sie in die Augen einiger ihrer Statuen. Die ersten Belege für die Verwendung der Steine als Bohrer in Indien reichen bis ins Jahr 400 v. Chr. zurück.

In Griechenland beschrieb Platon Diamanten als Lebewesen, die göttliche Geister verkörpern. Das griechische Wort für Diamant kommt von den Wörtern adamas, was unbesiegbar bedeutet, und diaphanes, was transparent bedeutet. Die Griechen glaubten, dass Diamanten aus dem einem Tal in Zentralasien stammen und durch Schlangen geschützt wurde. Alexander der Große tötete die Schlangen und brachte die edlen Steine zurück nach Griechenland.

Der Diamant wurde in den Schriften von Plinius dem Älteren in Rom vor dem ersten Jahrhundert n. Chr. erwähnt. Er schrieb über deren Eigenschaften und deren Verwendung auf Meißeln, um alle Materialien zu durchtrennen. Der römische Dichter Plautus schrieb über den Diamanten als Zeichen der Liebe.

Diamanten im Mittelalter

Der Aufstieg des Christentums führte zu einem Rückgang des Diamanten in Europa für fast 1000 Jahre. Erst im Mittelalter wurden Diamanten wieder akzeptiert. Mittelalterliche Abhandlungen, Steinschneider, beschrieben es als Medizin und Gegenmittel gegen Gift. Marbode, Bischof von Rennes (1061-1081), schrieb De gemmarum. Er bemerkte die spirituellen und medizinischen Eigenschaften von Edelsteinen. Er beschrieb den Diamanten als fähig, dem Träger unbezwingbare Tugenden zu verleihen, die es ihm ermöglichen, seine Feinde hart zu schlagen, wenn sie in Silber gefasst, in Gold gepanzert und am linken Arm befestigt wären.

In dieser Zeit begannen die Menschen zu glauben, dass sie Glück und Erfolg anziehen und astrologischen Ereignissen trotzen könnten. Viele wohlhabende Menschen benutzten sie als Schmuck auf ihrer Kleidung, um ihre sexuelle Kraft und Fähigkeit zu erhöhen, andere anzuziehen.

Aufstieg der Diamenten

Im 13. Jahrhundert begannen Diamanten in Europa wieder in großer Zahl aufzutauchen. König Ludwig IX. von Frankreich (1214-1270) verabschiedete ein Gesetz, das vorschreibt, dass nur Könige Diamanten besitzen dürfen, weil sie ein Symbol für Mut, Macht und Unbesiegbarkeit sind. Das früheste Zentrum des Diamantenhandels in Europa befand sich in Venedig. Um 1330 wurden Techniken zum Diamantschneiden entwickelt. Später kam der Diamantenhandel nach Paris, Brügge und Antwerpen.

Im 16. Jahrhundert wurden facettierte Diamanten für ihre Brillanz und ihr Feuer bewundert. In dieser Zeit wurden die Fassungen wichtig. Im 17. Jahrhundert dominierten kleinere Juwelen und die traditionellen Goldfassungen werden durch Silber ersetzt, um zu vermeiden, dass Gelb über den Glanz des Diamanten geworfen wird.

Steine aus Südamerika und Südafrika

Im 18. Jahrhundert begann man in Südamerika mit dem Abbau der edlen Steine. Es wurden neue facettierte Designs entwickelt. Frauen begannen, Diamanten mehr zu tragen als Männer. Das passende Schmuckset wurde geschätzter als eine Kollektion von Steinen in verschiedenen Größen. Das Tragen war auf die Nachtstunden beschränkt, da sie bei Tageslicht als zu auffällig galten.

1866 wurden in Südafrika die Steine entdeckt. Die Kimberley-Minen begründeten eine neue Ära im Diamantenbergbau und -handel. Jetzt gab es genug Diamanten für jeden, der sie wollte. Mit der Einführung von Platin änderten sich die Diamanteneinstellungen wieder.

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